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FERIEN AM WALDSEE

ET: 20. Oktober 2020. Bereits vorbestellbar. Mit einem Nachwort von Bestsellerautor Alexander von Schönburg!

" Es wäre ja auch naiv, zu denken, dass ein System, das die Konzentrationslager hervorbrachte, einfach vom Himmel gefallen sei […] Das ganze Phänomen gliche dann einem Albtraum, aus dem man nur aufzuwachen brauchte, und alles wäre vorbei. Zu dieser Deutung neigen die meisten Menschen. Dem muss entgegengehalten werden, dass die hier geschilderten Geschehnisse tatsächlich vor zehn bis zwölf Jahren inmitten Europas sich abgespielt haben, dass alle diese Dinge heute und in ähnlicher oder veränderter Form sich wieder abspielen und sie morgen wieder vor unseren eigenen Augen erscheinen könnten. "
ERINNERUNGEN EINES ÜBERLEBENDEN
Herausgegeben und mit einem Geleitwort von Albert C. Eibl. Mit einem persönlichen Nachwort zu Carl Laszlo von Bestsellerautor ALEXANDER VON SCHÖNBURG
CARL LASZLO (1923–2013) wuchs als Sohn einer assimilierten großbürgerlich-jüdischen Familie im ungarischen Pécs auf. Er besuchte das Zisterzienser-Gymnasium seiner Heimatstadt und wandte sich danach schnell dem Studium der Medizin zu. 1944 fiel der größte Teil von Laszlos vielköpfiger Familie dem Holocaust zum Opfer. Wie durch ein Wunder überlebte er selbst dagegen den mörderischen Aufenthalt in mehreren Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Sachsenhausen und Buchenwald.
Nach dem Krieg etablierte sich Laszlo erfolgreich als Psychoanalytiker und Kunsthändler in Basel. 1968 erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Nicht zuletzt aufgrund persönlicher Kontakte zu namhaften Größen der internationalen Kunstszene baute Laszlo seine Sammlungen immer weiter aus. Neben mehreren tausend buddhistischen Statuen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert umfasste seine Privatkollektion bei seinem Ableben 2013 u. a. zahlreiche bedeutende Werke von William BlakeSalvador DalíFriedensreich HundertwasserRoy Lichtenstein und Andy Warhol.
Laszlo trat seit den 50er Jahren auch immer wieder als Verfasser von Kurzdramen, Manifesten und als Zeitschriftenherausgeber auf. Seine unter die Haut gehenden fiktionalisierten Erinnerungen an seine Zeit im Konzentrationslager Auschwitz, die er 1955 im Selbstverlag unter dem düster-ironischen Titel Ferien am Waldsee publizierte, sind seit dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Erscheinens zu Unrecht völlig in Vergessenheit geraten.
Es wäre ja auch naiv, zu denken, dass ein System, das die Konzentrationslager hervorbrachte, einfach vom Himmel gefallen sei […], dass nachher alles ebenso rasch verschwinden und an den Menschen spurlos vorüber gegangen sein könnte. Das ganze Phänomen gliche dann einem Albtraum, aus dem man nur aufzuwachen brauchte, und alles wäre vorbei. Zu dieser Deutung neigen die meisten Menschen. Dem muss entgegengehalten werden, dass die hier geschilderten Geschehnisse tatsächlich vor zehn bis zwölf Jahren inmitten Europas sich abgespielt haben, dass alle diese Dinge heute und in ähnlicher oder veränderter Form sich wieder abspielen und sie morgen wieder vor unseren eigenen Augen erscheinen könnten.
– Carl Laszlo in seinem 1955 erschienenen Vorwort zu Ferien am Waldsee
Wenn man Carl Laszlo besuchte, besuchte man nicht nur einen Menschen oder Künstler und Sammler, sondern ein Gesamtkunstwerk…
– Markus Somm 2013 in seinem Nachruf auf Carl Laszlo in der Basler Zeitung 
Also glaube ich, daß Ihr Buch Waldsee wichtiger ist als aller desperater Überschmus, wie er jetzt international im Schwung ist.
– Hans Arp
Jemand, dem widerfuhr, was Carl Laszlo erlebt hat, ist auf dieser Welt alles erlaubt.
– E. M. Cioran
Hochwertiges Hardcover mit SU, Prägung und Lesebändchen, ca. 180 Seiten, 20 Euro. ISBN 978-3-903244-04-7. ET: 20. Oktober 2020. 

 

BUCHPREMIERE mit ALEXANDER VON SCHÖNBURG und MICHAEL KÖNIG am 16. OKTOBER im BELVEDERE.

Tickets können bereits reserviert werden unter: eibl@dvb-verlag.at