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Der heilige Skarabäus

ROMAN

Am 25. März 2026 zur Feier des 150. Geburtstag von Else Jerusalem erschienen

„Eine fulminante Anklageschrift, eine gleichermaßen kritische wie hellsichtige Sozial- und Gesellschaftsstudie.“

Anna Steinbauer, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

 

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" Knapp hinter der glänzenden Straße, die ein Zentrum des großstädtischen Lebens ist, – auf deren breiten, reinlich asphaltierten Trottoirs sich täglich viele Hunderte von eleganten Herren und Damen – müßige Spaziergänger – anlächeln und begrüßen, beginnt jäh und unvermittelt – in allzu schroffem Übergange fast – das Reich der Finsternis – Aus "Der heilige Skarabäus" "

Bis die Gestapo ihn 1933 beim S. Fischer Verlag in Berlin beschlagnahmte und kurz darauf verbrennen ließ, hatte der Skandalroman Der heilige Skarabäus, der erstmals 1909 erschienen war, bereits 22 Neuauflagen erlebt.

In diesem als „Unsittenroman“ diffamierten Buch eröffnet die damals schon bekannte Verfasserin einen schonungslosen Blick auf die Vergnügungssucht und das Laster des Wiener Bürgertums im ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand des tolldreisten Treibens im sogenannten „Rothaus“, das von einer verruchten Absteige bald zu einem der vornehmsten und bestbesuchtesten erotischen Salons der Stadt wird, schildert sie nicht nur den Aufstieg und Fall eines einzelnen Bordells, sondern entwirft gleichzeitig eine kritische wie psychologisch einfühlsame Sozial- und Gesellschaftsstudie.

Zum ersten Mal in der Geschichte der österreichischen Literatur geht es hier um das Leben der Prostituierten selbst, um verwegene, verführte und oft bedauernswerte Geschöpfe, die durch Unwissenheit, Not und Verzweiflung zur Prostitution kommen und durch Geldgier, Korruption und Mädchenhandel zur bloßen Ware degradiert werden.

 

„Nach und nach erfahren wir von den Lebenswegen der Frauen im Rothaus, aus diesem oder jenem Umstand auf die schiefe Bahn geraten. […] Prostitution, erfährt man im Roman Der Heilige Skarabäus, ist kein Phänomen außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Sondern Bestandteil ebendieser Gesellschaft. Eine Wirtschaftsbranche.“

– Johann Kneihs, Ö1 Tonspuren

„…eine bestechende Analyse einer ungewissen Gemeinschaft.“

– Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung

„…Jerusalem widmet sich ausführlich dem Elend und Missbrauch der Mädchen ebenso wie der Geldgier und Gewalttätigkeit derer, die sie ausbeuten.“

– Clemens Ruthner, Der Standard

Hardcover mit geriffeltem Surbalinbezug und Lesebändchen. Hrsg. u. m. einem erweiterten Nachwort zum Leben und Werk der seit 2016 wiederentdeckten Autorin von Prof. Dr. Brigitte Spreitzer (Universität Graz). 612 S., 35 Euro. 3., durchgesehene und aktualisierte Auflage 2026. Erscheinungstermin: 25. März 2026. ISBN 978-3-9504158-5-8.

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