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Der Graf Luna

Roman

Erscheint pünktlich zum 50. Todestag Alexander Lernet-Holenias am 3. Juli 2026

Erste Buchvorstellung am selben Tag in den neuen Räumlichkeiten des Österreichischen PEN-CLUBS

Weitere Buchvorstellung am 17. September in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGL). Aus dem Roman liest Andrea Eckert.

 

Österreicher ist, wer es trotzdem ist.

– Alexander Lernet-Holenia

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" Die Geschichte ist nicht das, was geschehen ist. Sie ist das, was von dem Geschehen übrigbleibt, nachdem man es erzählt hat. Und wer erzählt, bestimmt mehr als der, der gehandelt hat. "

WIEN IN DEN FRÜHEN 1950er JAHREN…

Alexander Jessiersky, österreichischer Aristokrat russisch-polnischer Abstammung, bewohnt mit seiner Familie ein prächtiges Stadtpalais im Wiener Ersten Bezirk. Er verhält sich nach dem Anschluss unauffällig und angepasst – und geht als Profiteur aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach begraben. Jessiersky trägt Mitschuld an der Deportation eines Mannes ins Konzentrationslager Mauthausen: des Grafen Luna. Ist es dieser totgeglaubte Graf, den er unvermutet im Mondschein in der Nähe seines Palais erspäht und der nun Rache an ihm und seiner Familie nehmen will? Getrieben von Schuldgefühlen und zunehmend ins Paranoide übergreifender Angst gerät Jessiersky immer stärker in den Bann der rätselhaften Gestalt und deren wechselvoller Familiengeschichte, mit der er sich manisch zu beschäftigen beginnt. Doch so sehr er sich auch vom Albdruck des Geschehenen befreien will: Der geheimnisvolle Graf Luna verfolgt ihn gleich einem Dämon durch das irrlichternde Wien der Nachkriegszeit, sodass Jessiersky bald zum Äußersten bereit ist, um seinen Seelenfrieden wiederherzustellen. Ein abgründiges Katz-und-Maus-Spiel bahnt sich an, das Jessiersky in atemlosem Tempo über die Bergkämme des Salzkammerguts bis in die Katakomben Roms treibt, wo sich sein Schicksal zuletzt besiegelt.

Lernet-Holenias 1955 bei Zsolnay in Wien erschienener phantastischer Kriminalroman ist ein Werk von dichter Atmosphäre, psychologischer Spannung und stilistischer Eleganz. Im literarischen Spiel mit Motiven wie Schein und Wahrheit, Schuld und Verantwortung, arbeitet der k.u.k-Meistererzähler die Erfahrung des Nationalsozialismus in Österreich und die Verstrickungen Einzelner darin auf.

Im Verlag Das vergessene Buch wollen wir mit der Neuausgabe dieses bedeutenden Zeitromans die Wiederentdeckung eines der wichtigsten österreichischen Erzählers des 20. Jahrhunderts zum 50. Todestag des Autors, der sich am 3. Juli 2026 jährt, nachhaltig einläuten.

 

Ein Erzähler höchsten Ranges.

– Hilde Spiel

„…Wenn in ihm das Feurige erwacht, ist er nach meinem Empfinden großartiger als alle andern.

– Stefan Zweig

„…ein Autor mit federleichtem, ungezwungenem Stil, der versucht, dem alten österreichischen Barock eine moderne Wendung zu geben…“

– Claudio Magris

 

Alexander Lernet-Holenia: Der Graf Luna. Roman. Mit einem ausführlichen Nachwort zu Leben und Werk des Autors von Prof. Dr. Wynfrid Kriegleder (Universität Wien). Hardcover mit geriffeltem Vor- und Nachsatzpapier, Surbalinbezug und Lesebändchen, ca. 288 Seiten, 26 Euro, ISBN 978-3-903244-48-1. ET: 3. Juli 2026.

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