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PROFIL – LASZLO 2

Knapp 70 Jahre nach der Erstpublikation scheint die Zeit überreif für die Wiederentdeckung dieser so erstaunlichen wie einmaligen Mitschrift eines Menschheitsverbrechens: „Ferien am Waldsee“, kürzlich vom Wiener Kleinverlag Das vergessene Buch erneut veröffentlicht, berichtet von eisigen Nächten in zugigen Baracken, von Kindern, die von SS-Männern in die Luft geworfen werden, um auf sie zu schießen, von Gefangenen, die nur mehr mit „Hund“ und „Schwein“ niedergebrüllt werden. Von einer Vernichtungsmaschinerie, die Menschenruinen zurückließ.

– Wolfgang Paterno über FERIEN AM WALDSEE in PROFIL (12/2021)

 

Seine zuerst 1955 auf Deutsch im Basler Eigenverlag publizierten, dann 1981 und nochmal 1998, wiederum vom Autor finanziert, in Potsdam erschienen „Ferien am Waldsee“ haben trotz Laszlos einschlägiger Prominenz kaum öffentlichen Widerhall gefunden. Gut sieben Jahre nach Laszlos Tod hat nun der Wiener Verlag „Das vergessene Buch“ diese „Erinnerungen eines Überlebenden“ (Untertitel) neu ediert. Allein dafür ist das kleine Unternehmen, das zuletzt schon mit der Wiederentdeckung der 1948 verstorbenen jüdischen Wiener Romanautorin Maria Lazar („Leben verboten!“, „Die Eingeborenen von Maria Blut“) Aufmerksamkeit erregt hat, einmal mehr zu rühmen.

– PETER VON BECKER, DER TAGESSPIEGEL

WINA Dezember 2020 – Rezension Leben verboten! – Marta S. Halpert

„Leben verboten!“ kann man als Kriminal-, Zeit- oder Großstadtroman lesen, aber auch alle Kategorisierung vergessen und sich von der intelligenten Geschichte einfangen lassen. Die faszinierende Erzählkunst Maria Lazars lässt sowohl die sogenannte „feine“ Gesellschaft wie auch die „einfachen Menschen“ durch gekonnte sprachliche Differenzierung plastisch erleben.

– MARTA HALPERT, WINA