REPORTAGEN AUS DEUTSCHLAND 1931-1932
Ende 1931 traf die bekannte US-amerikanische Journalistin Dorothy Thompson (1893–1961) Adolf Hitler in Berlin zum Interview. Ihr Buch I Saw Hitler! (1932), in dem sie den zukünftigen Diktator Deutschlands als die Karikatur des ‚Kleinen Mannes‘ beschreibt, führte nach der Machtergreifung dazu, dass die Autorin spektakulär aus Deutschland ausgewiesen wurde. Im Anschluss an die deutsche Erstausgabe Ich traf Hitler!, die 2023 bei DVB erschien, versammelt der Band Das Ende der Demokratie die Reportagen aus den Jahren 1931 und 1932, in denen Dorothy Thompson hellsichtig und verblüffend aktuell anmutend zugleich den Untergang der Weimarer Republik und das Heraufziehen der NS-Diktatur beschreibt. Ihre Texte erschienen als illustrierte Serie in der auflagenstarken amerikanischen Saturday Evening Post und werden hier erstmals seit ihrem Erscheinen wieder zugänglich gemacht.
Anfang November erscheint der zweite Teil dieser Reportagen, diesmal aus den Jahren 1933 und 1934, unter dem Titel Der Anfang der Diktatur.
»Man kann Thompsons Texte gleich in mehrfacher Weise mit Gewinn lesen – ob als historische Dokumente einer klugen, dabei so urteilsstarken wie irrtumsanfälligen Beobachterin in der Endphase der Weimarer Republik oder als – abschreckende – Parabel für unsere Gegenwart.«
– Alexander Gallus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Sie gehörte zu den einflussreichsten Frauen Amerikas, zählte Sigmund Freud und Bertolt Brecht zu ihren Bekannten: Die große Journalistin und Exzentrikerin Dorothy Thompson wird wiederentdeckt.“
– Wolfgang Paterno, PROFIL
„Sie bietet einen Einblick in das, was Ernst Bloch das ‚Dunkel des gelebten Augenblicks‘ nannte.“
– Felix Stephan, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
„…Das macht die Bedeutung dieser Berichte aus, dass sie scharf hinzusehen, zu vergleichen und zu unterscheiden lehren.“
– Erhard Schütz, DER FREITAG

