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Zurück zu den Hausgeschichten, die an die Baroninnen, Trafikantinnen, Bedienerinnen, Hausbesorger, Geldboten, Familientyrannen, Gelehrten und wirklichkeitssüchtigen Dichter der beiden Canettis erinnern. Lazar eröffnet ein ähnlich breites Spektrum an sozialen Typen, Außenseitern, Hochstaplern und psychisch Deformierten. Da ist etwa eine einsame alte Baronin, die in einem guten Viertel zu erstaunlich niedrigen Preisen Zimmer an „Ausländer“ vermietet. Doch sie entpuppt sich als das „feudale Gespenst einer abgestorbenen Vergangenheit“. In ihrem fürstlichen Haus werden alle Bewohner überwacht und reglementiert, bis ein junger Russe sie – „aus Prinzip“ – erschlagen will. So verleiht er sich und der Geschichte den Beinamen „Raskolnikow“. In einer anderen Wohnung kommen zwei ältere verwitwete Menschen aufgrund einer Kontaktanzeige zusammen, erkennen sich als Verliebte aus ihrer Jugendzeit wieder und finden dann, so der Titel, ihr „Bescheidenes Glück“.

– Alexander Kosenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Portrait Albert Eibl – DIE WELT

Verlagsportrait in der LITERARISCHEN WELT

Inzwischen, wir schreiben das Jahr 2024, ist der Name Maria Lazar erfolgreich wieder eingeführt und der Verlag „Das vergessene Buch“ eine Erfolgsgeschichte, erst kürzlich mit dem renommierten Bruno-Kreisky-Preis für besondere verlegerische Leistungen ausgezeichnet. Lazar, die einst nach Dänemark emigrierte, ist mit „Leben verboten!“ auch auf Niederländisch und Kroatisch zu lesen, sie wurde als Bühnenautorin wiederentdeckt, unter anderem am Wiener Burgtheater. Auch andere Bücher hat Eibl erfolgreich am Markt platziert, so etwa die Holocaust-Erinnerungen des Ungarn Carl Laszlo. Oder das unbekannte Tagebuch von J. F. Kennedys Reisen durch Mitteleuropa während der NS-Diktatur, das Eibl – mit Verkäufer-Gen – „Das geheime Tagebuch“ betitelt hat.

 

MARC REICHWEIN ÜBER DAS VERGESSENE BUCH IN DER LITERARISCHEN WELT

VERGANGENE BUCHPRÄSENTATIONEN UND EVENTS